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Westbalkan-Regelung: Baugewerbe warnt vor Fachkräftemangel

Die Bundesregierung plant, das Kontingent der Westbalkan-Regelung ab 2027 von 50.000 auf 25.000 Personen pro Jahr zu halbieren. Für das Baugewerbe hätte dies erhebliche Folgen, da ein großer Teil der über die Regelung angeworbenen Arbeitskräfte auf Baustellen eingesetzt wird. Nach Einschätzung der Branche könnten künftig bis zu 9.000 Arbeitskräfte pro Jahr fehlen und sich der ohnehin bestehende Fachkräftemangel weiter verschärfen.

Unser Landesverband sieht die geplante Kürzung kritisch, insbesondere da die angekündigten Erleichterungen bei der Erwerbsmigration bislang nicht umgesetzt wurden. Die Halbierung des Westbalkan-Kontingents gefährdet damit wichtige Vorhaben im Wohnungsbau, bei der Infrastruktur sowie bei der Umsetzung der Energie- und Wärmewende.

Das Bundeskabinett wird voraussichtlich am 4. November 2026 den Entwurf beschließen. Der Bundesrat wird aufgrund der Zustimmungspflichtigkeit der Verordnung auf seiner letzten Sitzung in diesem Jahr am 18. Dezember 2026 dazu beraten.

Unsere Forderung:

In einem Schreiben unter anderem an die bayerische Staatsregierung forderte unser Landesverband, dass der Halbierung des Westbalkan-Kontingents im Bundesrat nicht zugestimmt wird. Statt Einschränkungen sind schnellere Verfahren, weniger Bürokratie und eine an den tatsächlichen Fachkräftebedarfen orientierte Zuwanderungspolitik notwendig. 
 

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