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Schlichtung gescheitert – Arbeitskampfmaßnahmen haben begonnen

Die Tarifverhandlungen Lohn und Gehalt 2024 sind nach Ablehnung des Schlichterspruchs durch die Arbeitgeberseite gescheitert.

Die IG BAU war mit der Kernforderung einer pauschalen Lohnerhöhung um 500 Euro für jeden Baubeschäftigten in die Tarifverhandlungen gestartet. Dies hätte einer prozentualen Erhöhung der Löhne und Gehälter in den unteren Lohngruppen um über 20 Prozent bedeutet, wohingegen die höheren Lohngruppen prozentual schlechter gestellt worden wären. Die aktuell schwierige konjunkturelle Situation im Baugewerbe wurde von Gewerkschaftsseite bei der Höhe der Forderung vollständig ausgeblendet. Nachdem die IG BAU in drei Verhandlungsrunden keinerlei Kompromissbereitschaft an den Tag gelegt hatte, konnte in den Verhandlungen kein Ergebnis erzielt werden. Der Schlichterspruch im anschließenden Schlichtungsverfahren wies gravierende handwerklich Mängel auf, die letztendlich einer Zustimmung der Arbeitgeberseite mit dem benötigten Quorum entgegenstanden.

Mit dem Scheitern des Schlichtungsverfahrens endet auch die Friedenspflicht, die vor und während der Tarifverhandlungen sowie im Laufe von Erklärungsfristen gilt und die Arbeitskampfmaßnahmen verbietet. Die IG BAU hat am 13.05.2024 mit vereinzelten Arbeitskampfmaßnahmen begonnen und will diese über mehrere Tage fortsetzen.

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